
Der Klassizismus löste Barock und Rokoko ab. Auch diese Epoche stellte stilistisch einen Rückgriff auf die Formensprache der griechischen und römischen Antike dar. Deshalb wurde ganz bewusst auf Bögen oder jede andere Art von geschwungenen Formen verzichtet. Es dominierten gerade und sachliche Formen, schmale rechteckige Gestaltungen und eingenutete oder überschobene Füllungen bei Haustüren. Die Füllungen waren oft mit angehobelten Kanneluren (Rinnen, Furchen, Rillen) oder Rhomben versehen. Aber auch geschnitzte Sonnenmotive in den Füllungen waren sehr verbreitet.
Zudem waren aus gestalterischen Gründen die Querstücke der Rahmen oft erheblich breiter als die senkrechten Rahmenteile. Eine ausgewogene Symmetrie und eine harmonische Gestaltung sind besondere Merkmale dieser Zeit. Zudem spielten sowohl Eisen als auch Messing bei Beschlägen eine beherrschende Rolle.